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Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und -nehmer?

  • 15. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Franchise steht und fällt mit der Zusammenarbeit. Nicht mit dem Vertrag. Nicht mit der Marke. Nicht mit der Technik. Sondern mit der Frage: Arbeiten Franchisegeber und Franchisenehmer wirklich als Partner – oder nur nebeneinander?

Gerade für Gründer ist diese Beziehung entscheidend. Sie bestimmt, ob Franchise Freiheit ermöglicht oder Frust erzeugt. Ob Wachstum entsteht oder Stillstand.


Die Grundidee von Franchise – einfach erklärt

Franchise basiert auf einem klaren Prinzip:

  • Der Franchisegeber entwickelt, testet und optimiert ein Geschäftsmodell.

  • Der Franchisenehmer betreibt dieses Modell eigenständig an einem Standort.

Beide verfolgen dasselbe Ziel: einen wirtschaftlich erfolgreichen, stabilen Betrieb.

Entscheidend ist dabei: Franchise ist keine Hierarchie, sondern ein System mit klarer Rollenverteilung.


Wer macht was? Die Rollen im Franchise-System


Die Rolle des Franchisegebers

Ein moderner Franchisegeber ist kein Kontrolleur, sondern Enabler. Seine Aufgabe ist es, den Rahmen zu schaffen, in dem Partner erfolgreich arbeiten können.

Typische Verantwortlichkeiten:

  • Entwicklung des Gesamtkonzepts

  • Definition von Standards & Prozessen

  • Bereitstellung von Technik & Software

  • Marketingstrategie & Materialien

  • Schulung & Einarbeitung

  • Weiterentwicklung des Systems

  • Qualitätssicherung & Support

Kurz gesagt: Der Franchisegeber sorgt dafür, dass das System funktioniert.


Die Rolle des Franchisenehmers

Der Franchisenehmer ist kein Angestellter – sondern Unternehmer vor Ort.

Seine Verantwortung liegt bei:

  • dem täglichen Betrieb

  • dem Team

  • den Kunden

  • der lokalen Umsetzung

  • der Einhaltung von Standards

Er bringt Nähe, Engagement und Verantwortung ein – Dinge, die kein zentrales System ersetzen kann.


Warum gute Zusammenarbeit mehr ist als ein Vertrag

Viele denken, Franchise sei vor allem eine rechtliche Beziehung. In Wahrheit ist es eine operative Partnerschaft.

Eine funktionierende Zusammenarbeit zeichnet sich aus durch:

  • klare Kommunikation

  • feste Ansprechpartner

  • transparente Entscheidungen

  • gegenseitiges Feedback

  • gemeinsame Ziele

Ohne diese Punkte wird Franchise schnell zu einem starren Konstrukt. Mit ihnen wird es zu einem lebendigen System.


Der größte Unterschied zwischen guten und schlechten Franchise-Systemen

Der entscheidende Faktor ist das wirtschaftliche Interesse.


Klassisches Modell:

  • feste Gebühren

  • Einnahmen für den Franchisegeber unabhängig vom Erfolg des Partners


Partnerschaftliches Modell:

  • erfolgsabhängige Beteiligung

  • gemeinsames Interesse am Umsatz

  • gemeinsames Interesse an Qualität


Wenn Franchisegeber mitverdient, wenn der Standort erfolgreich ist, verändert das die Zusammenarbeit grundlegend:

  • Support wird aktiver

  • Optimierungen werden schneller umgesetzt

  • Probleme werden früher gelöst

Zusammenarbeit wird dann nicht zur Pflicht, sondern zur Notwendigkeit.


Zusammenarbeit im Alltag – wie sieht das konkret aus?

In modernen Franchise-Systemen ist die Zusammenarbeit kein Ausnahmezustand, sondern Teil des Tagesgeschäfts.

Typische Berührungspunkte:

  • regelmäßige Abstimmungen

  • Unterstützung bei Marketingaktionen

  • Anpassung von Angeboten

  • technische Updates

  • Feedback aus dem Betrieb

Der Franchisegeber lernt aus den Standorten – und die Standorte profitieren von der Gesamterfahrung des Systems.


Warum Family Entertainment besondere Anforderungen stellt

Im Family Entertainment ist Zusammenarbeit besonders sensibel. Denn hier geht es nicht nur um Umsatz, sondern um Verantwortung.

Wichtige Aspekte:

  • Jugendschutz

  • Altersfreigaben

  • Sicherheit

  • Elternvertrauen

  • gesellschaftliche Akzeptanz

Ein gutes Franchise-System:

  • definiert klare Jugendschutz-Standards

  • stellt geprüfte Inhalte bereit

  • gibt klare Leitlinien vor

  • unterstützt bei der Umsetzung vor Ort

Der Franchisenehmer muss sich darauf verlassen können, dass das System hinter ihm steht.


Freiheit und Standards – kein Widerspruch

Ein häufiger Irrtum:

„Franchise schränkt unternehmerische Freiheit ein.“

In der Praxis gilt:

  • Standards schaffen Sicherheit

  • Sicherheit schafft Handlungsspielraum

Der Franchisenehmer entscheidet innerhalb eines klaren Rahmens. Das ermöglicht:

  • lokale Anpassungen

  • persönliches Unternehmertum

  • individuelle Schwerpunkte

Ohne die Risiken, alles selbst neu erfinden zu müssen.


Wie Konflikte im Franchise-System gelöst werden sollten

Wo Menschen zusammenarbeiten, entstehen Spannungen. Entscheidend ist, wie damit umgegangen wird.

Gute Franchise-Systeme:

  • haben klare Kommunikationswege

  • setzen auf frühes Feedback

  • lösen Probleme pragmatisch

  • lernen aus Fehlern

Schlechte Systeme:

  • reagieren spät

  • verweisen auf Verträge

  • lassen Partner allein

Die Qualität der Zusammenarbeit zeigt sich nicht im Alltag – sondern im Umgang mit Herausforderungen.


Für wen diese Art der Zusammenarbeit ideal ist

Die partnerschaftliche Franchise-Zusammenarbeit passt besonders gut zu Menschen, die:

  • Verantwortung übernehmen wollen

  • nicht allein kämpfen möchten

  • offen für Standards sind

  • Wert auf Austausch legen

  • langfristig denken

Gerade junge Gründer, Quereinsteiger, Familienunternehmer und Investoren profitieren von dieser Struktur.


Fazit: Zusammenarbeit entscheidet über den Erfolg

Franchise funktioniert nicht durch Kontrolle – sondern durch Kooperation.

Die beste Zusammenarbeit entsteht, wenn:

  • beide Seiten dasselbe Ziel verfolgen

  • Erfolg geteilt wird

  • Verantwortung klar verteilt ist

  • Vertrauen wichtiger ist als Paragraphen

PINE zeigt, dass Franchise dann am stärksten ist, wenn aus Franchisegeber und -nehmer echte Partner werden – mit gemeinsamem Interesse an Qualität, Familienfreundlichkeit und langfristigem Erfolg.


Ein letzter Gedanke

Bevor du ein Franchise wählst, solltest du dir nicht nur den Vertrag ansehen, sondern eine einfache Frage stellen: Würde ich mit diesen Menschen auch dann zusammenarbeiten wollen, wenn es einmal schwierig wird?




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